zwd-Herausgeber Holger H. Lührig.

Was folgt aus den Wahlergebnissen in Bayern und Hessen? Dort wurde der fehlende Rückenwind aus Berlin beklagt. Der jedoch könnte nicht zuletzt aus einer strategischen Fehlentscheidung der SPD-Führung resultieren, unter den widrigen Bedingungen der Groko-Regierungsbeteiligung Partei- und Fraktionsvorsitz in einer Hand zusammenzuführen. Was in der Opposition angemessen sein kann, erweist sich aktuell als nicht überzeugend: Andrea Nahles kann nicht sowohl die Koalition stützen als auch stürzen. Der Vorschlag der SPD-Frauenarbeitsgemeinschaft ASF, eine Doppelspitze zu etablieren, könnte auf mittlere Sicht einen Ausweg weisen. mehr...

Dagmar Schlapeit-Beck - Bild: zwd

Vor 30 Jahren, am 30. August 1988 fasste die SPD auf ihrem Bundesparteitag in Münster den wegweisenden Beschluss einer 40-Prozent-Geschlechterquote. Daraufhin zogen immer mehr Sozialdemokratinnen in die Parlamente ein. 1988 lag der Frauenanteil in der SPD-Bundestagsfraktion noch bei 16 Prozent, heute bei 41,8 Prozent. Eine ganze Generation von SPD-Politikerinnen profitierte von diesem Beschluss. Erstritten wurde die Quote in der SPD von der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen, allen voran von ihrer damaligen Vorsitzenden Inge Wettig-Danielmeier. mehr...

Dr. Joachim Lohmann schreibt regelmäßig für das zwd-POLITIKMAGAZIN.

Der Bildungsbericht „Bildung in Deutschland 2018“ ist für den Präsidenten der Kultusministerkonferenz Helmut Holter (Linke) „ein Spiegel, der der Politik vorgehalten wird“. Der Bericht biete eine klare Analyse der Stärken, aber erst recht der Schwächen des deutschen Bildungssystems. Die Verfasser des Bildungsberichts – immerhin die Prominenz der Bildungsforscher in Deutschland – sprechen von Herausforderungen und erwähnen die Strukturprobleme an erster Stelle, bleiben aber im Allgemeinen: „Die Veränderungen der Rahmenbedingungen verlangen aber zugleich nach Anpassungen und strukturellen Umbaumaßnahmen innerhalb des Bildungssystems.“ mehr...

Bild: Fotolia / Robert Kneschke

Die Zahl der betreuten Kinder wächst – bei den Drei- bis Sechsjährigen um 41.500 auf 2,4 Millionen Kinder (93,6 %), so das Familienministerium in einer Pressemitteilung vom 22. Juni. Doch trotz dieser Steigerung fallen 164.103 Kinder aus dem Kita-Netz heraus. Werden sie die Schule mit den gleichen Chancen beginnen wie die Kita-Kinder oder brauchen wir eine Kita-Pflicht? Denn „in der Kita [...] werden die Weichen gestellt für Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit“, wie Ministerin Franziska Giffey (SPD) betonte. mehr...

Andreas Butzki, bildungspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion in Mecklenburg-Vorpommern. - Bild: eigene Homepage

Mit der geplanten Schaffung des Rechtsanspruches auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder haben die Koalitionspartner auf Bundesebene auch Investitionen von 2 Milliarden Euro für den Ausbau der Ganztagsschul- und Betreuungsangebote verbunden. Diese kommen dem in unserem Bundesland ohnehin geplanten schrittweisen Ausbau sehr entgegen. mehr...