Die MInisterin bezeichnete als Hintergrund dieser Entscheidung des Expertengremiums, dass rund 95 Prozent der Erwachsenen inzwischen durch Impfungen, Infektionen oder beides über eine breite Immunität verfügen“. Auch für gesunde Schwangere sei keine Auffrischimpfung notwendig. Anders sei das bei Schwangeren mit einer Grunderkrankung oder schwangerschaftsbedingten Komplikationen sowie bei Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronischen Lungen-, Leber- oder Nierenerkrankungen, Diabetes, Adipositas, Trisomie 21, geschwächtem Immunsystem, bestimmten neurologischen Erkrankungen und aktiven Krebserkrankungen. Diesem Personnkreis empfiehlt die STIKO jedoch weiterhin eine jährliche Auffrischimpfung.
Personen mit einem erhöhten arbeitsbedingten SARS-CoV-2-Infektionsrisiko.Auch Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen sowie bestimmtes medizinisches und pflegerisches Personal sollten sich – wie beim Grippeschutz - weiterhin unabhängig vom Alter jährlich impfen lassen. Gleiches gilt für enge Kontaktpersonen von Menschen, bei denen nach einer Impfung keine schützende Immunantwort zu erwarten ist. Für gesunde Säuglinge, Kinder und Jugendliche wird die Corona-Impfung weiterhin nicht empfohlen.
Die Ständige Impfkommission (STIKO) ist ein unabhängiges, ehrenamtliches Expertengremium, das Impfempfehlungen für die Bevölkerung in Deutschland entwickelt.